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Leitfaden für Rollski-Räder

Rollwiderstand 2, 3, 4 und PU

Wenn du Rollski oder Räder für deine Rollski auswählst, stößt du oft auf Bezeichnungen wie Rollwiderstand 2, 3 oder 4 sowie manchmal PU-Räder. Aber was bedeutet das eigentlich in der Praxis?

Hier gehen wir auf die Unterschiede ein und zeigen dir, wie du die richtigen Räder für dein Training auswählst.

Was ist Rollwiderstand?

Der Rollwiderstand beschreibt, wie schwer das Rad auf dem Asphalt rollt. Je höher die Zahl, desto mehr Widerstand.

Das beeinflusst vor allem:

  • wie hart du arbeiten musst
  • wie skiähnlich sich das Fahrgefühl anfühlt
  • wie schnell die Rollski bergab fahren

Die meisten Hersteller verwenden eine Skala von 1 bis 4, wobei 2–3 am häufigsten für das Training verwendet wird.

Rollwiderstand 2 – leichtes Rollen

Rollwiderstand 2 ist die leichteste Variante, die normalerweise im Training und Wettkampf verwendet wird.

Geeignet für:

  • Rollski-Wettkämpfe
  • Techniktraining
  • leichtere Trainingseinheiten
  • weniger erfahrene Fahrer

Vorteile:

  • leicht, Tempo zu halten
  • schonend bei längeren Einheiten
  • wird oft im Wettkampf verwendet

Nachteile:

  • kann sich schneller anfühlen als Skifahren auf Schnee
  • erfordert mehr Kontrolle bergab

Viele Rollski-Wettkämpfe werden genau mit Widerstand 2 ausgetragen.

Rollwiderstand 3 – skiähnlichstes Fahrgefühl

Rollwiderstand 3 ist die häufigste Wahl für das Training.

Er vermittelt ein Gefühl, das viele als ähnlicher zum Skifahren auf Schnee empfinden, da der Widerstand dazu führt, dass du bei jedem Stockeinsatz aktiver arbeiten musst.

Geeignet für:

  • die meisten Trainingseinheiten
  • Freizeitsportler und Elitefahrer
  • Techniktraining

Vorteile:

  • skiähnlicheres Fahrgefühl
  • bessere Trainingsbelastung
  • stabileres Tempo bergab

Für viele Fahrer ist Rollwiderstand 3 die beste Allround-Wahl.

Rollwiderstand 4 – hartes Training

Rollwiderstand 4 bietet deutlich mehr Widerstand und wird hauptsächlich verwendet, wenn man das Training härter gestalten möchte.

Geeignet für:

  • Krafttraining auf Rollski
  • Stocktraining
  • starke und erfahrene Fahrer

Vorteile:

  • sehr hohe Trainingsbelastung
  • gut für Kraft und Ausdauer

Nachteile:

  • kann bei längeren Einheiten sehr anstrengend werden
  • weniger ähnlich zum Gefühl auf Schnee

Die meisten Fahrer verwenden 4er eher als Ergänzung denn als Standardräder.

PU-Räder – was ist das?

PU steht für Polyurethan, ein verschleißfestes gummiähnliches Material, das häufig in Rollski-Rädern verwendet wird.

PU-Räder haben mehrere Eigenschaften, die sie beliebt machen:

  • gleichmäßiger Rollwiderstand
  • sehr gute Verschleißfestigkeit
  • guter Grip auf Asphalt

Viele moderne Trainingsräder verwenden heute PU-Mischungen, um bei unterschiedlichen Temperaturen ein stabileres Fahrgefühl und eine bessere Lebensdauer zu erzielen.

Welchen Rollwiderstand sollte man wählen?

Eine einfache Faustregel ist:

FahrerEmpfohlener Rollwiderstand
Anfänger2 oder 3
Freizeitsportler3
Wettkampffahrer2 oder 3
Krafttraining4

Widerstand 2
⬤⬤⬤⬤⬤ Schnelles Rollen
⬤⬤⬤○○ Belastung

Widerstand 3
⬤⬤⬤○○ Geschwindigkeit
⬤⬤⬤⬤○ Belastung

Widerstand 4
⬤⬤○○○ Geschwindigkeit
⬤⬤⬤⬤⬤ Belastung

Wie sich der Rollwiderstand mit Skifahren auf Schnee vergleicht

Viele Fahrer fragen sich, welcher Rollwiderstand sich am ähnlichsten zu Langlaufski im Winter anfühlt. Das hängt natürlich von den Schneeverhältnissen ab, aber generell wird es ungefähr so empfunden:

RollwiderstandGefühl im Vergleich zu SchneeKommentar
2Schnelle BedingungenÄhnelt harten Loipen oder Wettkampfbedingungen
3Normale SkibedingungenSkiähnlichstes Fahrgefühl
4Schwere BedingungenÄhnelt nassem Schnee oder Gegenwind

Deshalb empfehlen viele Trainer Rollwiderstand 3 für normales Training – er bietet eine Belastung und einen Rhythmus, die dem Gefühl auf Schnee näherkommen.

Wenn du nur ein Paar Räder für das Training haben möchtest, wählen die meisten Rollwiderstand 3.

Er bietet eine gute Balance zwischen Geschwindigkeit, Kontrolle und Trainingsbelastung.

Tipp: Wähle von Anfang an den richtigen Rollwiderstand

Einen zu leichten Rollwiderstand zu wählen, kann das Training weniger effektiv machen, besonders bergab, wo die Geschwindigkeit schnell hoch wird.

Deshalb empfehlen viele Trainer, für normales Training mindestens Rollwiderstand 3 zu wählen.